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FEATURED: Learnscape

Master-Thesis von Nicolas Schäf

bei
Prof. Dipl.Arch. M.Arch. Niels Jonkhans
Prof. Dipl.-Ing. M.Sc. Florian Fischer

Februar 2012

GEDD: Die komplexe Geometrie mit ihren Übergängen von Boden-Wand-Dach sowie die Verschmelzung von Landschaft mit Gebäude wurde mithilfe sehr vieler Modellstudien und eines detaillierten 3D-Modells entwickelt und numerisch ausgewertet. Das digitale Modell erlaubte die Simulation von Raum-
zusammenhängen und Benutzungszenarien.

Software: Rhino V4 wurde benutzt, um die komplexe Geometrie zu entwickeln und darzustellen (Renderings), mit Grasshopper wurde experimentell an der Verteilung von Öffnungen in der Gebäudehaut gearbeitet. Die 2D-Planerstellung erfolgte mit Vectorworks, die Pläne mit Photoshop und InDesign CS5.

LEARNSCAPE
Nicolas Schäf

Bildung befindet sich ständig im Wandel. Dabei verändern sich nicht nur Bildungsinhalte, sondern auch ihre Vermittlungskonzepte und die dazugehörigen Bildungsstätten. In der Masterthesis wird eine Lösung vorgestellt, die einen Weg des Lehrens und Lernens der Zukunft beschreibt: die LEARNSCAPE als ein öffentlicher Bildungsort in der Stadt.

Ausgehend von Betrachtungen zur Bildungs- und Schulbau-Historie, zur deutschen Schulbildung im internationalen Kontext und der Wichtigkeit des gebauten Raumes als “dritter Pädagoge” kann der Bogen zu bereits erfolgreichen Schulentwicklungen im In- und Ausland gespannt werden, außerdem werden außerschulische Bildungsangebote als Erweiterung der Schulwelt beleuchtet. Weiterführende Untersuchungen stellen die Stadt als besonderen Bildungsort heraus, wobei deutlich wird, dass Schule als Lernort in die Stadt gehört, um diese zu bereichern aber, auch umgekehrt, von ihr zu lernen.

Anhand der vorausgegangenen Analyse entsteht das Konzept der LEARNSCAPE. Sie verfolgt das Ziel, einen Ort zu erschaffen, der die Qualitäten der Stadt bezüglich Bildung, Kultur und Freizeit zusammenführt, somit eine größtmögliche Vernetzung des Ortes und aller Alters- und Nutzerschichten erreicht und als Alternative zu geschlossenen und autarken Schulen den Wunsch nach lebenslangem Lernen eine Plattform bietet.

Die LEARNSCAPE stellt eine flexible Bildungsmöglichkeit für unterschiedlichste Orte dar und wird am Beispiel der Stadt Nürnberg als städtebaulicher sowie konzeptioneller Entwurf auf der Insel Schütt vorgestellt.



Modellfotos

Standbilder aus Animation


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Theoretische Ausarbeitung

Der Arbeit liegt eine umfassende theoretische Ausarbeitung mit dem Titel “LEARNSCAPE, Lernlandschaften als urbane und gesellschaftliche Netzwerke innerstädtischer Zentren” zugrunde.

 

Zusammenfassung:

“Die Rolle, die wir früher den Kirchen,
später den Rathäusern und unseren
Kulturbauten zubilligten,  müssen wir
mehr denn je  auf unsere Bildungsstätten
ausrichten:
Symbole der geistigkulturellen
Erneuerung für die Wissensgesellschaft
zu sein.“
Jörn Walter

in
“Metropole: Bilden, Internationale Bauausstellung”
IBA Hamburg GmbH (Hg.)
Jovis Verlag GmbH, Berlin / IBA Hamburg GmbH, 2009
S. 128

Bildung befindet sich ständig im Wandel. Dabei verändern sich nicht nur Bildungsinhalte, sondern vorausgehend vor allem ihre Vermittlungskonzepte und die dazugehörigen Bildungsstätten. Die Frage nach dem ‘Wie’ und ‘Wo’ schulischer Bildung ist seit der PISA-Studie im Jahre 2000 und ihrer aufrüttelnden Ergebnisse in der europäischen Bildungslandschaft präsenter denn je. In der vorliegenden Masterthesis wird bezugnehmend auf eben jene bildungspolitischen Entwicklungen und deren architektonische Umsetzungen eine konzeptionelle Lösung vorgestellt, die einen Weg des Lehrens und Lernens der Zukunft beschreiben möchte.

Ausgehend von grundlegenden historischen Betrachtungen zu Bildung und Schulbau wird zunächst die deutsche Schulbildung im internationalen Kontext beschrieben und Fehlentwicklungen sowie Chancen durch die PISA-Studie aufgezeigt. Anhand architektonischer und pädagogischer Sichtweisen auf die Wichtigkeit des gebauten Raumes als dritter Pädagoge kann der Bogen zu bereits erfolgreichen Schul-Entwicklungen im In- und Ausland gespannt werden, die exemplarisch aufgezeigt werden und als Grundlage und Inspiration des eigenen Entwurfs dienen sollen. Vor allem ist in diesem Zusammenhang Herman Hertzberger als Vorreiter und Visionär der Schularchitektur zu nennen. Doch nicht nur die schulische Bildung ist von Interesse. Vielmehr sollen außerschulische Bildungsangebote als Bereicherung und Erweiterung der Schulwelt beleuchtet und diese Synthese durch renommierte Beispiele verdeutlicht werden.

Weiterführende Untersuchungen stellen die Stadt als besonderen Bildungsort heraus, wobei deutlich wird, dass Schule als Lernort in die Stadt gehört, um diese zu bereichern aber auch umgekehrt von ihr zu lernen. Wie der Mehrwert einer Stadt erkannt und sich diesem gegenüber geöffnet werden kann, beschreiben zwei neueste Entwicklungen in der Bildungslandschaft in Deutschland. In der Auswertung dieser Konzepte wird die Bedeutung von Bildung, Kultur, Freizeit und wichtiger Bildungsindikatoren beschrieben, die in Kombination lebenslanges Lernen ermöglichen können.

Schließlich kristallisiert sich anhand der vorausgehenden Untersuchungen und auf Grundlage der Theorie der Lösungsentwurf für einen Lernort der Zukunft heraus: LEARNSCAPE als ein öffentlicher Bildungsort in der Stadt. Ihr gewählter Standort auf der Insel Schütt in der Nürnberger Altstadt wird vorab von anderen möglichen Standorten abgegrenzt und dann ausführlich analysiert. LEARNSCAPE ist als flexible Bildungsmöglichkeit für unterschiedlichste Orte und Städte geplant, daher wird ihr Konzept zunächst allgemein erläutert und dann exemplarisch in ihrer Wirkungsweise für die Stadt Nürnberg vorgestellt. Die jeweiligen Nutzungsinhalte orientieren sich somit am Ort selbst, um eine möglichst hohe Vernetzung mit der Umgebung und den Anwohnern erzielen zu können.

LEARNSCAPE verfolgt das Ziel, einen Ort zu erschaffen, der die Qualitäten der Stadt bezüglich Bildung, Kultur und Freizeit zusammenführt, somit eine größtmögliche Vernetzung des Ortes und aller Alters- und Nutzerschichten erreicht und als Alternative zu geschlossenen und autarken Schulen den Wunsch nach lebenslangem Lernen verwirklicht.

Inhaltsverzeichnis der Arbeit:

 

 

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